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Präventionsbeitrag "Gewalt in der Pflege - (K)ein Thema?"

10.03.2014


Ein Beitrag der Kriminalprävention

Gewalt in der Pflege – (K)ein Thema?

Jeder Mensch erhofft sich, von seiner Umwelt akzeptiert, respektvoll in Würde und mit einer zufriedenstellenden Lebensqualität zu altern. Das kann aber nicht immer erreicht werden, wenn man krank und pflegebedürftig ist oder wenn man als Pflegende oder Pflegender in seiner Situation überfordert ist. Obwohl es ein Tabuthema in unserer Gesellschaft ist – es gibt die „Gewalt in der Pflege“.

„Gewalt in der Pflege“ kann sowohl in Pflegeeinrichtungen als auch bei der Pflege im häuslichen Bereich auftreten und wird oft nicht als solche erkannt. Sie kann sowohl von der pflegenden als auch von der zu pflegenden Person ausgehen. Angehörige Pflegende verfügen oft nicht über die notwendigen Kenntnisse und Hilfsmittel für eine professionelle Pflege. Die emotionale Bindung, der ständige familiäre Kontakt, das Gefühl der „Verpflichtung“ der pflegenden Person und die „Erwartung“ der zu pflegenden Person lassen keine notwendige Distanz zu und führen oft zu Konflikten zwischen pflegender und zu pflegender Person. Das kann dann zu Aggressionen und „Gewalt“ von beiden Seiten führen.
Auf der pflegenden Seite können z.B. Überlastung, mangelnde Fachkenntnisse und Zeitdruck dazu führen. Auf der zu pflegenden Seite sind oft Angst, Scham, Nichtbeachtung und die Unmöglichkeit sich zu artikulieren Auslöser von Aggressionen und „Gewalt“.
Auch bei professionellen Pflegekräften in einschlägigen Institutionen und Einrichtungen kann es aus unterschiedlichsten Gründen zu Ausformungen von Gewalt in der Pflege kommen.


Tipps:

Wenn Sie einen Angehörigen in einer Pflegeeinrichtung haben,
 
  • achten Sie auf mögliche Missstände,

  • auf eventuell vorhandene Verletzungen oder Anzeichen von Verwahrlosung


Wenn Sie einen Angehörigen selbst pflegen wollen,
 
  • schützen Sie sich vor Überforderung

  • nutzen Sie Fortbildungs- und Übungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige

  • nehmen Sie zur Unterstützung/Vertretung professionelle Hilfe in Anspruch


Wenn Sie sich selbst auf Ihre eigene Pflegesituation vorbereiten,
 
  • besprechen Sie sich eingehend mit Ihren Angehörigen

  • treffen Sie rechtzeitig Vorsorge und die notwendigen Verfügungen hinsichtlich Aufenthalt und Pflege und regeln Sie rechtzeitig Ihre Vermögenssituation

Rat und Hilfe finden Sie auch bei verschiedenen Einrichtungen des Landes und in Ihren Gemeinden sowie bei privaten Sozialeinrichtungen.

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Tel.: 02682/ 627 33
Fax: 02682/ 627 33 50

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